Der Krefelder Ibragim Chapanov gewinnt sensationell das Satiev-Ringer Turnier vom 16.5.26 in Kelmis! Was dieses Ergebnis noch mal besonders auszeichnet, ist, dass er im Verlauf des Turniers gegen den sechsmaligen deutschen Meister Karamjeet Holstein vom Bundesligisten Rotation Greiz gewonnen hat. Und dieser Kampf ging nicht mal knapp aus. Nein, er hat seinen 23-jährigen Gegner mit 13:5 auch noch deutlich von der Matte gefegt. Dabei ist Ibragim gerade mal 18 Jahre alt. Ein weiterer Pluspunkt für den erfolgreichen Neu-Krefelder, denn mit seinem jugendlichen Alter kennt die Zukunft naturgemäß nur eine Richtung: nach oben!
Für dieses Turnier hat er ausnahmsweise auf 57 Kilo abtrainiert, ansonsten kämpft er in der 61-Kilo-Klasse.
Ich möchte an dieser Stelle Ibragim erstmal vorstellen. Denn er ist erst seit 2025 bei Krefeld: Der junge Tschetschene ist ein Neuzugang aus Goch. Er ist Schüler am Berufskolleg in Kleve. Wie es von einem echten Profi nicht anders zu erwarten ist, fährt Ibragim jeden Tag brav mit dem Zug nach Krefeld zum Training. Und dort trainiert er hart.
Er war für mich die Überraschung der Vorjahres, denn ich kannte ihn bisher noch nicht:
Er war der Volltreffer der Mannschaftssaison. Ein Mann vom Fach, der alles vorzuweisen hat, was ein guter Mannschaftskämpfer braucht: Unglaubliches Talent gepaart mit schier endloser Kondition und Wettkampfhärte. Seine eindrucksvolle, einsame Vorherrschaft in der Gewichtsklasse 61 Kilo der Mannschaftskämpfe in der Oberliga ist mit wenigen Klicks auf die Statistik in NRW-Ringen zu dokumentieren: Im griechisch-römischen Stil ist er mit 89 Prozent der gewonnenen Kämpfe auf dem ersten Platz, im Freistil ist er ebenfalls Spitze, mit sensationellen 92 Prozent. Da läuft dem Statistikfreund das Wasser im Mund zusammen und die Konkurrenz wird gelb vor Neid. Ibragim hat für Krefeld in der Oberliga alle Kämpfe bestritten und bis auf einen alle gewonnen. Auch bei den Einzelmeisterschaften das gleiche Bild: Die Landesmeisterschaften und den NRW-Cup hat er souverän gewonnen, beim international hochklassig besetzten Grenzlandturnier wurde er Zweiter.
Hier konnte er nur von Bundesligakämpfer Milad Fuladi Aloutsche aus Witten gebremst werden, gegen den er nur um Haaresbreite 7:6 verloren hatte. Na, ist das genug der Superlative?
Ibragim Chapanov ist ein Ringer, den jeder Klub mit Kusshand nehmen würde. Und die schöne Nachricht für die Germanen: Er hat tatsächlich die Lizenz für Krefeld für dieses Jahr unterschrieben. Also, liebe Bundesligavereine, die ihr das hier lest: Gebt euch keine Mühe, diesen Mann abzuwerben. Er gehört uns. Zumindest für dieses Jahr.

